Monatsbrief Dezember 2018: Gottesdienste und Veranstaltungen

28. November 2018  

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Liebe Ichs!

Ich verdanke meine Erleuchtung ganz einfach der Lektüre eines Buches. — Eines Buches? Ja, und es ist ein altes, schlichtes Buch, bescheiden wie die Natur, auch natürlich wie diese; ein Buch, das werkeltägig und anspruchslos aussieht, wie die Sonne, die uns wärmt, wie das Brot, das uns nährt; ein Buch, das so traulich, so segnend gütig uns anblickt wie eine alte Großmutter … und dieses Buch heißt auch ganz kurzweg das Buch, die Bibel. … Wer seinen Gott verloren hat, der kann ihn in diesem Buche wiederfinden, und wer ihn nie gekannt, dem weht hier entgegen der Odem des göttlichen Wortes.

Ein Ich, das Heinrich heißt mit Vornamen, Heine mit Nachnamen und das ins Wort bringt, was H.H. zu sagen hat – auch uns:

Uns Ichen, die ab dem 1. Advent 2018 sich im Gottesdienst fragen könnten, ob Sie ihren Ohren noch trauen können; wenn Vertrautes nicht mehr ganz vertraut klingt, sondern zum Teil sich irritierend-fremd anhört. Denn der „Odem des göttlichen Wortes“ wird nun anders biblische Brise sein.

In welchem Ich, in welcher Frau oder welchem Mann, in welchem Menschen Gottes Wort dann neu und anders inkarniert, Stimme bekommt, d.h. Ton und Klang, ja Verkündigung wird, wird sich zeigen und zeitigen im Lassen und Tun.

Ich bin, JHWH, diese biblische Konsonanten-Monstranz zeigt sich aber nicht mehr in der neuen Einheitsübersetzung der Bibel (z.B. Ex 3,14f.).

Um Gottes Willen! Ja! Denn in der jüdischen Tradition gilt der Eigenname Gottes als heilig. Er wird nicht ausgesprochen, sondern man verwendet meistens die ehrfurchtsvolle Anrede „mein Herr“. Die neue Einheitsübersetzung verzichtet daher darauf, den geheimnisvollen Eigennamen Gottes, der im hebräischen Urtext mit den vier Konsonanten JHWH ausgedrückt wird, als „Jahwe“ zu schreiben. Sie ersetzt den Namen Gottes durch HERR. Die Schreibweise in Großbuchstaben unterscheidet den HERRN deutlich sichtbar von allen menschlichen Herren. Hören freilich können Ichs deutlich sichtbare Großbuchstaben nicht! –

Fragt sich, warum 51 Männer und 8 Frauen, alle Bibelexperten, mit bischöflichem Segen uns an 157 Stellen die Übersetzung Jahwe durch HERR eingebrockt haben: um Gottes Willen, der Tradition Willen, der Ökumene Willen oder doch um der Herren Willen?

Grüß Gott Ihr Lieben!

P. Thomas